Schlagwort: Frisbee

  • Hilfe!

    Hilfe!

    Der Whippet an sich ist lauffreudig, rennt JEDER Bewegung hinterher in der freudigen Erwartung, dass es ein, ja, was eigentlich, Kaninchen sein könnte? Ein Rehlein? Ein Mammut? Eine Frisbee?

    Ja, das stimmt. Whippets rennen und rennen,…wenn sie nicht gerade Maggie heißen, denn Maggie ist sehr besonders und sehr spezialisiert. Nämlich auf gelbe Frisbees der Marke „Dog-o-soar„-mit-dem-kleineren-Durchmesser- von-18 cm. Diese Erkenntnis hat uns selbst sehr überrascht und traf uns an dem Tag, an dem ich Maggies gelbe Frisbee der Marke „Dog-o-soar“-mit-dem-kleineren-Durchmesser- von-18 cm im Urwald um den Bordesholmer See herum versenkt habe. Macht nichts, dachte ich noch, wir sind ja vorausschauende Hunde“mütter“ und haben neulich auf der Messe einen kleinen Vorrat angelegt. Zwei blaue und eine rote Frisbee, doch leider sind das in den Augen Maggies nur „Wegwerfer“, keine „Wiederkommer“ und schon gar keine „Wiederholer“. Da stand sie nun und guckte der blauen Scheibe hinterher, dann der roten und dann uns fragend und erwartungsvoll in die Augen: „Und wo ist jetzt meine Frisbee? Die gelbe der Marke „Dog-o-soar“-mit-dem-kleineren-Durchmesser- von-18 cm? HÄH?!“

    Ich habe Tage damit zugebracht, sie in dem Dickicht des Sommers wiederzufinden. Es ist mir nicht gelungen. Nur ein paar Mückenstiche, eine kleine Zecke (bäh!) und Brombeerbüsche habe ich gefunden. Und immer dieser fragende Maggieblick…das war quälend.
    Also haben wir die Frisbee-Dealer in Kiel, Kronshagen und Bordesholm aufgesucht und nach gelben Frisbees gesucht. Und wir haben EINE gefunden. Blaue, rote, knallgrüne, orangefarbene hätten wir locker kaufen können, aber für wen? Lucy hat ja noch die, denen Maggie nur hinterguckt.

    Diese eine Frisbee der Marke „Dog-o-soar“-mit-dem-kleineren-Durchmesser- von-18 cm hüten wir nun wie einen Schatz und halten weiter Ausschau nach Vorrat, damit wir wieder ruhiger schlafen können. Und trotzdem ist es nun passiert. Die Scheibe ist kaputt gegangen! Maggie hat sich damit im Eifer des Gefechts überschlagen und einen Riss hineingebissen. Damit wir noch eine kleine Frist haben, haben wir zu einem Experiment der Reparatur gegriffen und hoffen, dass ein bißchen Farbe auf dem Gelb nicht den Unterschied macht zwischen losrennen und angucken.


    Und hier nun unser Aufruf: Wer eine gelbe Frisbee hier in der Gegend sieht, möge uns Bescheid geben, damit wir sie kaufen können. Wir brauchen dringend Ersatz. Oder vielleicht habt Ihr ja auch noch eine herumliegen und braucht sie nicht mehr? Eine der Marke „Dog-o-soar“-mit-dem-kleineren-Durchmesser- von-18 cm? Dann könnt Ihr sie Maggie auch gerne schenken! 

    Danke!

    Geflickte Frisbee
  • Selber Laufen war gestern

    Selber Laufen war gestern

    Maggies ausgesprochenes Lieblingshobby besteht darin, einer Frisbeescheibe hinterher zu jagen und sie – wie praktisch- zurückzubringen, damit ich sie wieder weit fort werfen kann. Das ist übrigens inzwischen eines meiner Hobbys geworden. Am liebsten mit dem Wind, knapp über dem Boden, wie beim Steineflitschen auf Wasseroberflächen. Oder auch einfach rein in den Strom nach Fort für lange Dort…aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht ein anderes Mal erzähle.

    Nun, während Wegwerfen und Wiederbringen eher Unternehmungen für erwachsene Hunde und Menschen sind, müssen kleine Leute und Hunde sich zu helfen wissen, um auch mitspielen zu können. Lucy hat daraus eine Strategie des Abwartens entwickelt, die sie sich wohl von einem der Border-Collies von der Hundewiese abgeguckt hat. Die listige Lucy legt sich einfach hin und wartet, bis Hund und Frisbee wiederkommen. Und dann- zack die Bohne- wird die Frisbee übernommen. Das Holen und Bringen wird also delegiert. Und es scheint auch Spaß zu bringen. Darin enthalten ist auch eine Portion Mathematik, wenn nicht sogar Physik, denn der ungefähre Weg, der Winkel des Wartens und das Lospreschen zum Wegabschneiden, bzw. zum Hinternkneifen muss genau berechnet sein.

    Stör jetzt nicht...

    Hohe Konzentration und perfekte Ausrichtung gehen dem Ereignis voraus:

    Abwarten

    Winkelberechnung und Aufgabenverteilung…

    Mathematik und Physik in einem

  • Der Wolf- der Mensch- der Whippet

    Der Wolf- der Mensch- der Whippet

    Es gibt zwei verschiedene Theorien darüber, wie der Mensch und der Wolf sich gefunden haben…und vor allem: wer wen gefunden hat.
    Die eine Theorie besagt, dass der Mensch den Wolf domestiziert hat, bevor bei diesem überhaupt von Haus (lat. domus) die Rede war. Er (und das „er“ ist sicher wörtlich zu nehmen) hat einer Wölfin die Welpen entführt oder aber- romantischer- die armen Welpen der wie auch immer entseelten Wölfin übernommen und sie an das Leben in der Sippe gewöhnt. Die Wölfe und die Menschen sind eine Form von Symbiose eingegangen und unterstützten sich bei der Jagd und der Verteidigung der Familie. Einen Wolf zu zähmen und ihn dazu zu bringen, auch zu bleiben und sich fortzupflanzen war also die erstaunliche Leistung des machtvollen und intelligenten Menschen. Wie clever muss man sein, um die eine Spezies an die andere verläßlich zu gewöhnen?! Unglaublich clever!
    Eine andere Theorie sagt, dass der Wolf den Menschen gefunden hat und diesen für seine Zwecke gut gebrauchen konnte. Der Wolf schickte seine tapfersten Welpen an die vorderste Linie und brachte den Menschen mit großen Welpenkulleraugen dazu, von seiner Beute etwas abzugeben und die Pionier-Welpen zu füttern. Das war ungemein praktisch für den Wolf und dieser bedankte sich mit seiner Dienstleistung „Zusammen-jagen“ und auf die Sippe aufpassen. Gemeinsam war man stark und den anderen Spezies überlegen. Auch etwas, was der Mensch vom Wolf lernte, denn diese Theorie geht dahin, dass der Mensch beim wölfischen Sozialverband Verhalten abgeguckt hat. Der Mensch lernt nämlich ausgesprochen gut über das Abgucken und Nachahmen und staunte wohl nicht schlecht über das Familienmodell des Wolfes.
    Demnach wäre der Mensch also Mensch, weil die Wölfe sich des Menschen angenommen haben. So herum liegt die große Leistung bei den Vierbeinern, die die Zweibeiner an die Pfote nahmen.
    Daran muss ich manchmal denken, wenn ich mit Maggie joggen gehe. Dieses Hobby haben wir als ein gemeinsames entdeckt. Maggies lockerer Whippettrab ist mein ruhiges Lauftempo. Wer es genau wissen will: 6min/km. Gestoppt und protokolliert mit dem Garmin Forerunner, einer GPS-gestützen Lauftempouhr mit eingebauter Laufnavigation. Ich bin also der schlaue Mensch in diesem Duo. Mit toller Uhr!
    Zumindest denke ich das, denn der Streckenverlauf hat viele Höhen und Tiefen, wie sich heraus gestellt hat. Ich laufe ein Stück neben Maggie, dann hinter Maggie und dann ganz kurz nach Maggie auf die nächste Wiese und packe die Frisbee aus. Mein Tempo ist dann gleich Null und Maggie flitzt und holt die Frisbee. Der Lauf soll ja uns beiden Spaß bringen, denke ich mir und laufe wieder los. Wieder neben Maggie, dann hinter Maggie und dann ganz kurz nach Maggie auf die nächste Wiese,…und wenn wir dann zu Hause sind, dann weiß ich, dass es der Wolf war, der den Menschen erzog. In Wahrheit muss es sogar ein Whippet gewesen sein, wie man entfernt an den Buchstaben der Wörter WolfWhippet auch heute noch erkennen kann.
    Maggie joggt mit Frisbee